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Am 25. Februar 1928 gründeten 35 junge Männer in der Gaststätte Niggemann einen Sportverein. Was daraus wurde, hat Helmut Krämer zum 90-jährigen Jubiläum zusammengetragen.
Einen ersten Anlauf gab es schon 1911. Der Verein, nach dem Ersten Weltkrieg als Kessebüren-Frömern neu belebt, löste sich wegen Spielermangels wieder auf. 1928 dann der zweite Versuch — angespornt vom damals bewunderten Schalke 04. Die Platzfrage war binnen zwei Wochen gelöst: ein Landtausch zwischen den Familien Niggemann und Linhoff brachte den Sportplatz an der Brauerstraße.
1940 musste der Spielbetrieb eingestellt werden, der Platz wurde umgepflügt und landwirtschaftlich genutzt. 1946 säten Rückkehrer den Rasen neu ein und holten auf Anhieb die Meisterschaft in der 2. Kreisklasse. In den Fünfzigern kamen Damenhandball und Geräteturnen dazu.
Die Jugendarbeit unter Karl Knieper trug Anfang der Siebziger Früchte: 1972 Aufstieg in die Bezirksklasse, zwei Jahre später vor über tausend Zuschauern mit einem 3:0 gegen Preußen Werl in die Landesliga. 1978 gelang der Aufstieg ein zweites Mal — nach einem Entscheidungsspiel gegen den VfL Schwerte, das wegen eines Zwischenfalls wiederholt werden musste und erneut gewonnen wurde.
1992 bauten die Mitglieder das Vereinsheim, wenige Jahre später den ersten Umkleidetrakt. Der Kunstrasen brauchte fünf Jahre politischer Auseinandersetzung, bis er am 23. Oktober 2005 eingeweiht werden konnte. Seitdem können alle Mannschaften fast wetterunabhängig in Frömern spielen.
Seit 2015/16 spielt die Jugend in der Spielgemeinschaft mit dem SV Langschede, seit 2023 gibt es eine Dartsabteilung. Der Verein zählt rund 480 Mitglieder und ist geblieben, was er 1928 war: ein Dorfverein. 2028 wird er hundert.
Erster Fußballverein in Frömern, später als Kessebüren-Frömern neu belebt und wieder aufgelöst.
Gründung am 25. Februar in der Gaststätte Niggemann. Erstes Spiel: 4:3 gegen Mühlhausen.
Aufstieg in die Bezirksklasse.
Spielbetrieb eingestellt, Sportplatz umgepflügt.
Wiederaufnahme und sofort Meister der 2. Kreisklasse.
Ausbau des Sportplatzes, Einweihungsspiel gegen den SV Holzwickede.
Meister unter Trainer Fritz Hesse, Aufstieg in die Bezirksklasse.
Aufstieg in die Landesliga nach dem 3:0 gegen Preußen Werl.
Zweiter Landesliga-Aufstieg nach dem Wiederholungsspiel gegen den VfL Schwerte.
Einweihung des Vereinsheims am 3. Oktober — gebaut von den Mitgliedern.
Einweihung des Kunstrasenplatzes am 23. Oktober.
Erste Damenmannschaft.
Jugendspielgemeinschaft mit dem SV Langschede.
90 Jahre SV Frömern. Die Alten Herren werden Stadtmeister.
Gründung der Dartsabteilung.
100 Jahre SV Frömern.
Helmut Krämers vollständigen Rückblick zum 90-jährigen Jubiläum — mit allen Namen, Anekdoten und Zitaten aus der Chronik — findest du als Beitrag im Bereich Aktuelles.



Einmal Frömeraner, immer Frömeraner!
Ich bin damals mit zehn Jahren in den Verein eingetreten. Heute stehe ich nicht mehr selbst auf dem Platz, aber bei den Heimspielen der Ersten bin ich immer noch an der Bande zu finden. Der SV Frömern hat sich über die Jahrzehnte seinen ehrlichen, nahbaren Charakter bewahrt. Hier zählt noch das Wort und die Gemeinschaft nach dem Abpfiff. Der Verein hält das Dorf zusammen.
Man kann Frömern verlassen, aber der SVF bleibt im Herzen.
Beruflich hat es mich vor fünf Jahren nach Süddeutschland verschlagen, aber meine sportliche Heimat bleibt der SV Frömern. Ich verfolge jedes Wochenende online die Ergebnisse und freue mich riesig, wenn ich an Feiertagen in der Heimat bin und direkt am Platz vorbeischauen kann. Man wird sofort mit einem herzlichen „Hömma, schön dass du da bist!“ begrüßt, als wäre man nie weg gewesen. Diese familiäre Wärme gibt es so kein zweites Mal.